Neuartige Therapieformen



Der Gen-Ansatz


Dank der Entschlüsselung des menschlichen Genoms sowie mehrerer Dutzend pathogener Mikroorganismen lassen sich bereits zahlreiche krankheitsauslösende Gene identifizieren.  Je mehr wir über die Arbeitsweise von Genen wissen und diese verstehen lernen, desto mehr können wir auf bahnbrechende, neue medizinische Therapieformen in der Zukunft hoffen.

Die Gentherapieforschung zielt auf das Einschleusen von Genen zur Reparatur zellularer Dysfunktionen. So werden Viren beispielsweise als Träger zum Transport von Anti-Krebs-Genen in Tumorzellen eingesetzt - ein erster Schritt in der Entwicklung gen-basierter Behandlungsmethoden.

Zelltherapien benutzen die den Zellen - hauptsächlich undifferenzierte Stammzellen - inhärente Kraft, verschiedene Funktionen zu erfüllen: sich gegebenenfalls in spezialisierte Arten zu entwickeln und defekte Zellen zu ersetzen oder beschädigtes Gewebe zu regenerieren.


Muskelstörungen mit genetischer Ursache


Ein laufendes Drei-Jahres-Projekt schafft die Hoffnung, tiefere Einblicke in das Wesen genetisch bedingter und häufig tödlich verlaufender Muskelerkrankungen zu gewinnen.

 

Zelltherapie: Zellen der Nabelschnur könnten in der Leukämiebehandlung Anwendung finden


Blutzellen, die der Nabelschnur bei Geburt entnommen werden, enthalten undifferenzierte Stammzellen. Weltweit werden diese in speziellen Blutbanken aufbewahrt, um in späteren Behand-lungen von Blutkrankheiten wie Leukämie Anwendung zu finden. Im Rahmen einer Studie wurde die Fähigkeit dieser Zellen zur Behandlung zahlreicher Krankheiten, einschließlich Infektions- und Generkrankungen, geprüft.

 

Gentherapie: Bestimmte Viren können Anti-Krebs-Gene in lebende Zellen einschleusen


Derzeit befindet sich eine neue Technik in der Entwicklung, die Parvoviren als Träger zum Einschleusen von Anti-Krebs-Genen in Tumorzellen einsetzt. Tests bei Mäusen haben ergeben, dass die Tumorbildung um bis zu 90% zurückging. Es besteht Hoffnung auf ähnliche Erfolge beim Menschen.



Quelle dieses Textes: © Europäische Gemeinschaften, Nachdruck mit Quellenangabe gestattet. - http://ec.europa.eu



 


 

 

 



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