Fakten und Zahlen



Regionen mit hohem Risiko


Im Jahr 2000 starben zirka 3 Millionen Menschen an AIDS, davon 500 000 Kinder. Am schwersten betroffen ist Afrika, wo das HIV-Virus jährlich über 2 Millionen Menschen tötet, und 11,2 Millionen Waisenkinder hinterlässt. In Teilen Südafrikas ist die Kindersterblichkeit um 25% gestiegen, die Lebenserwartung von 64 auf 47 Jahre in einem Zeitraum von knapp drei Jahren gesunken.

2 Millionen Menschen sterben jährlich an TB. Obwohl 95% der Todesfälle auf das Konto der Entwicklungsländer gehen, nimmt die Verbreitung der Krankheit weltweit zu. In mehreren afrikanischen Ländern hat sich das Aufkommen in den letzten zehn Jahren vervierfacht. Neue TB-Fälle traten in Osteuropa auf, wo die Krankheit seit 40 Jahren rückläufig ist. Bei Frauen wird Tuberkulose weniger diagnostiziert und behandelt.

Jährlich sterben 1 Million Menschen an Malaria und 500 000 infizieren sich neu. 90% der Malariafälle treten in Afrika auf, 40% der Weltbevölkerung sind gefährdet. Malaria dringt wieder in Gebiete vor, wo sie früher als kontrollierbar oder gar ausgemerzt galt. Zu den Opfern gehören vor allem Frauen (insbesondere Schwangere) und Kinder.

Wirtschaftliche Auswirkungen


Eine chronische und entkräftende Krankheit kann die dürftigen Ersparnisse einer armen Familie verschlingen und sie hoch verschulden. In der dritten Welt muss eine von Malaria betroffene Familie 25% ihres Monatseinkommens für die Behandlung ausgeben. AIDS, TB und Malaria machen die Menschen zu Opfern eines Teufelkreises von Armut und Krankheit.

AIDS und TB treffen die Erwerbsbevölkerung ganz besonders hart: Arbeitnehmer können nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen, die Erträge in Landwirtschaft und Industrie gehen zurück, Kinder müssen arbeiten anstatt die Schule zu besuchen... Wenn mehr als 8% der Erwachsenen mit AIDS infiziert sind, was in mehreren Ländern südlich der Sahara der Fall ist, kann sich das Pro-Kopf-Einkommen um 0,5 % jährlich verringern.


Quelle dieses Textes: © Europäische Gemeinschaften, Nachdruck mit Quellenangabe gestattet. - http://ec.europa.eu



 


 

 

 



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